Tractatus-Preis des Philosophicum Lech 2026: Shortlist der preiswürdigen Publikationen
- 13. Juli 2026
- 2026, Philosophicum Lech
Lech am Arlberg, 14. Juli 2026. Der Verein Philosophicum Lech gibt hiermit die Shortlist für den „Tractatus – Preis für philosophische Essayistik“ bekannt. Wer die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung erhält, wird Anfang September verkündet. Die feierliche Verleihung findet am 25. September im Rahmen des 29. Philosophicum Lech statt.
Die Shortlist für den diesjährigen Tractatus steht fest. Sechs Titel hat die dreiköpfige Jury unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann (nicht stimmberechtigt) als finale Anwärter ausgewählt. Dieser Jury gehören seit 2023 dieLiteraturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin Daniela Strigl (Ö), die Philosophin, Kulturjournalistin und Publizistin Catherine Newmark (CH) und der Literaturkritiker und Autor Ijoma Mangold (D) an.
Folgende sechs Werke sind für die Shortlist zum Tractatus 2026 nominiert
- Andreas Dorschel: Die Welt verändern. Poetik des Manifests. Vittorio Klostermann. Februar 2026
- Maria-Sibylla Lotter: Opfer. Über Verwundbarkeit als Selbstbild. Carl Hanser Verlag. März 2026
- Philip Manow: Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats. C.H. Beck. Mai 2026
- Richard Schuberth: Vom Antisemitismus, der keiner sein will. Edition Tiamat. März 2026
- Martin Warnke: Large Language Kabbala: Eine kleine Geschichte der Großen Sprachmodelle. Matthes & Seitz Berlin. Januar 2026
- Stefan Weidner: Yoga oder Die sanfte Eroberung des Westens durch den Osten. Carl Hanser Verlag. Oktober 2025
Zum Tractatus – Preis für philosophische Essayistik
Der auf Anregung von Schriftsteller Michael Köhlmeier vom Verein Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2026 zum achtzehnten Mal vergeben. Er ist dank großzügiger Unterstützung privater Sponsoren mit 25.000 Euro Preisgeld hoch dotiert und eine der wenigen Auszeichnungen für philosophische Essayistik.
„Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas werden dabei besonders berücksichtigt“, erläutert Konrad Paul Liessmann, der gemeinsam mit Barbara Bleisch die Intendanz des Philosophicum Lech inne hat, die Intention des Preises.
Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger
- 2009 Franz Schuh: Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst. Zsolnay Verlag Wien, 2008
- 2010 Kurt Flasch: Kampfplätze der Philosophie. Vittorio Klostermann Verlag Frankfurt/M., 2009
- 2011 Norbert Bolz: Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht. Wilhelm Fink Verlag München, 2010
- 2012 Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann. C.H. Beck Verlag München, 2012
- 2013 Kurt Bayertz: Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens. C.H. Beck-Verlag, München 2012
- 2014 Peter Bieri: Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde. Carl- Hanser-Verlag München, 2013
- 2015 Ulrich Greiner: Schamverlust. Rowohlt Verlag Reinbek, 2014
- 2016 Hartmut Rosa: Resonanz. Suhrkamp Verlag Berlin, 2016
- 2017 Ralf Konersmann: Wörterbuch der Unruhe. S. Fischer Verlage Frankfurt am Main, 2017
- 2018 Thomas Bauer: Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt. Philipp Reclam Verlag Dietzingen, 2018
- 2019 Lisa Herzog: Die Rettung der Arbeit. Ein politischer Aufruf. Hanser Berlin Berlin, 2019
- 2020 Roberto Simanowski: Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz. Passagen Verlag Wien, 2020
- 2021 Christoph Möllers: Freiheitsgrade: Elemente einer liberalen politischen Mechanik (edition suhrkamp). Suhrkamp Verlag Berlin, 2020
- 2022 Marie-Luise Knott: 370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison. Matthes & Seitz Berlin, 2022
- 2023 Isolde Charim: Die Qualen des Narzissmus. Über freiwillige Unterwerfung. Paul Zsolnay Verlag Wien, 2022
- 2024 Philipp Hübl: Moralspektakel. Wie die richtige Haltung zum Statussymbol wurde und warum das die Welt nicht besser macht. Siedler Verlag, 2024
- 2025 Eva Weber-Guskar: Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern. Ullstein Verlag, 2024
Verleihung im Rahmen des 29. Philosophicum Lech
Wer den Tractatus in diesem Jahr erhält, wird Anfang September via Presseinformation bekannt gegeben. Die Verleihung findet am 25. September 2026 beim 29. Philosophicum Lech statt. Unter dem Titel „Betreutes Denken. Die neue Lust an der Unmündigkeit“ sind vom 22. bis 27. September 2026 namhafte Vortragende aus Philosophie, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie benachbarten Disziplinen geladen, um die weitreichende Thematik aus unterschiedlichsten Blickwinkeln gegenwartsbezogen zu betrachten. Als ambitionierte Initiative zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen entspricht der Tractatus ganz dem Selbstverständnis des Philosophicum Lech, das sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert als herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung etabliert hat.
Weitere Informationen unter www.philosophicum.com.
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